Start des Allgäuer Hernienzentrums am Klinikstandort Immenstadt - Stärkung der Hernienchirurgie und Versorgungskompetenz im Klinikverbund Allgäu
Der Klinikverbund Allgäu gGmbH richtet seine spezialisierte chirurgische Versorgung neu aus und bündelt seine langjährige Expertise in der Hernienchirurgie künftig an einem zentralen Standort. Zum 1. Februar 2026 hat daher das neue Allgäuer Hernienzentrum am Klinikstandort Immenstadt gestar-tet.
Das Allgäuer Hernienzentrum wird in die von Chefarzt Dr. Lutz Hausser geleite-te Hauptabteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie der Klinik Immenstadt integriert. Die Leitung des Teilbereichs Hernienzentrum übernimmt Dr. Björn Mück, bislang zentrumsleitender Oberarzt am Hernienzentrum des Klinikums Kempten. Die allgemein- und viszeralchirurgische Grund- und Regel-versorgung bleibt dabei unverändert am Standort Immenstadt bestehen.
„Die Bündelung der Hernienchirurgie am Standort Immenstadt ist eine gute Weiterentwicklung für unsere Klinik“, sagt Andreas Ruland, Geschäftsführer des Klinikverbunds Allgäu. „Sie ergänzt unser bestehendes Leistungsspektrum sinnvoll und ermöglicht eine weitere Qualitätssteigerung in diesem spezialisierten Bereich.“
Hernien, umgangssprachlich auch als Brüche der Bauchwand bezeichnet, zählen zu den häufigsten chirurgischen Krankheitsbildern. Sie treten unter anderem als Leisten-, Nabel- oder Narbenhernien auf und erfordern häufig eine operative Versorgung. Die Erfahrung des behandelnden Zentrums sowie standardisierte, qualitätsgesicherte Abläufe sind dabei entscheidend für den Behandlungser-folg und die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten.
Das Hernienzentrum am Klinikum Kempten wurde im Jahr 2015 gegründet und ist seit mehr als zehn Jahren fester Bestandteil der spezialisierten Hernienversorgung im Allgäu. Es wurde erstmals 2017 von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) zertifiziert und zählt als Referenzzentrum für Hernienchirurgie zu einer kleinen Gruppe von bundesweit 14 Zentren, die diese höchste Zertifizierungsstufe erreichen. Ergänzt wird diese Expertise im Klinikverbund durch das Her-nienzentrum Ottobeuren, das als seit 2016 DGAV-zertifiziertes Kompetenzzentrum für Hernienchirur-gie ebenfalls über eine langjährige Erfahrung verfügt.
Mit der Zusammenführung beider Zentren entsteht nun das Allgäuer Hernienzentrum am Standort Immenstadt als zentrales, großes Hernienzentrum im Klinikverbund Allgäu.
Ziel dieser Fusion ist es, Kompetenzen zu bündeln, Abläufe weiter zu standardisieren und die Ver-sorgungsqualität für Patientinnen und Patienten nochmals deutlich zu steigern. Gleichzeitig trägt die Konzentration spezialisierter Leistungen den aktuellen gesundheitspolitischen Anforderungen Rech-nung. Der Klinikverbund verfolgt damit bewusst eine vorausschauende Strategie, um auch künftig leistungsfähig zu bleiben und „weiter vor der Welle zu schwimmen“.
Die medizinische Leitung übernimmt Dr. Björn Mück, der seit vielen Jahren maßgeblich an der Wei-terentwicklung der Hernienchirurgie im Klinikverbund beteiligt ist. Er hat sowohl das Hernienzentrum in Kempten als auch die robotische Hernienchirurgie im Klinikverbund Allgäu erfolgreich aufgebaut. Er verfügt über sieben Jahre Erfahrung in der Anwendung der robotergestützten Hernienchirurgie mit dem Da-Vinci-Operationssystem und gilt deutschlandweit als führend auf diesem Gebiet. Unter seiner Mitwirkung entwickelte sich das Hernienzentrum Kempten zu einem überregional anerkannten An-laufpunkt für komplexe Hernienfälle sowie zu einem nationalen und internationalen Hospitationszent-rum für Fachärztinnen und Fachärzte. Dr. Mück ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen und Vorträge und trägt zudem den europäischen Zusatzqualifikationstitel FEBS-AWS (hon.), der seine besondere Expertise in der Bauchwandchirurgie bestätigt.
Am Standort Immenstadt wird die robotergestützte Hernienchirurgie von Beginn an einen klaren Schwerpunkt bilden. Der Einsatz des Da-Vinci-Operationsroboters startet zum 01.02. und ermöglicht insbesondere bei komplexen Bauchwandbrüchen eine hochpräzise, minimalinvasive Versorgung.
Der Aufbau des ambulanten Sprechstundenbereichs erfolgt schrittweise und soll bis zum 1. April 2026 vollständig abgeschlossen sein, um eine umfassende ambulante und stationäre Betreuung sicherzustellen.
Mit dem Allgäuer Hernienzentrum stärkt der Klinikverbund Allgäu seine Position als leistungsfähiger Anbieter spezialisierter Medizin in der Region. Patientinnen und Patienten profitieren künftig von gebündelter Expertise, modernster Technik und einer hochqualifizierten, interdisziplinären Versor-gung an einem zentralen Standort.

