Mit dem Einbau eines neuen Magnetresonanztomographen (MRT) und einer neuen biplanaren Angiographieanlage erreicht die Erweiterung der Zentralen Interdisziplinären Notaufnahme (ZI-NA) und der Radiologie am Klinikum Kempten einen weiteren wichtigen Meilenstein. Die neuen Geräte schaffen zusätzliche Kapazitäten und erweitern insbesondere die Möglichkeiten in der hochspezialisierten neuroradiologischen Versorgung.
Im September ziehen zwei neue medizinische Großgeräte in die erweiterten Räumlichkeiten des Klinikums Kempten ein. Für Patientinnen und Patienten bringt das vor allem eines: mehr Kapazitäten, schnellere Untersuchungen und zusätzliche Behandlungsmöglichkeiten. Das neue MRT ermöglicht durch moderne, KI-unterstützte Technik kürzere Untersuchungszeiten. Dadurch können künftig mehr ambulante Patientinnen und Patienten untersucht und gleichzeitig Wartezeiten für stationäre Patientinnen und Patienten reduziert werden.
Eine besondere Bedeutung für die überregionale Versorgung hat die neue biplanare Angiographieanlage – die einzige ihrer Art im Allgäu. Mit ihr können Gefäße gleichzeitig aus zwei unterschiedlichen Richtungen dargestellt werden. Das ermöglicht eine besonders präzise Bildgebung und erweitert vor allem die Möglichkeiten bei komplexen Eingriffen an den Gefäßen des Gehirns.
Davon profitieren beispielsweise Patientinnen und Patienten mit einem schweren Schlaganfall oder einem Hirnaneurysma. Gerade bei solchen Erkrankungen sind eine schnelle Diagnostik, hohe Präzision und eine spezialisierte Behandlung entscheidend.
Mit der neuen Technik baut das Klinikum Kempten seine besondere Kompetenz in der Versorgung neurologischer Erkrankungen weiter aus. Neurologie, Neurochirurgie und Neuroradiologie arbeiten hier eng zusammen. Das Klinikum verfügt über die einzige überregionale Stroke Unit im Allgäu und bietet die mechanische Thrombektomie zur Behandlung schwerer Schlaganfälle rund um die Uhr an.
„Moderne Medizin ist ohne eine leistungsfähige Bildgebung heute kaum mehr denkbar. Mit den neuen Möglichkeiten können wir Diagnostik und interventionelle Therapie auf einem sehr hohen Niveau weiterentwickeln und auch komplexe Krankheitsbilder hier vor Ort umfassend versorgen. Das ist ein wichtiger Schritt für die Radiologie und Neuroradiologie am Klinikum Kempten und für die medizinische Versorgung im gesamten Allgäu“, sagt Prof. Dr. Andrik Aschoff, Chefarzt der Radiologie und Neuroradiologie am Klinikum Kempten.
Der Einbau der beiden Großgeräte ist ein weiterer wichtiger Schritt bei der Erweiterung von ZINA und Radiologie am Klinikum Kempten. Mit den neuen Räumlichkeiten werden Notfallversorgung, Diagnostik und interventionelle Behandlung künftig noch enger miteinander verbunden.

