Das Klinikum Kempten wurde von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) als Uroonkologisches Zentrum zertifiziert. Grundlage dafür sind die erfolgreiche Rezertifizierung des Prostatakrebszentrums sowie die Erstzertifizierung des Nierenkrebszentrums. Damit bestätigt die DKG die hohe medizinische Qualität und interdisziplinäre Versorgungskompetenz der Urologie am Klinikum Kempten.
Das neue Uroonkologische Zentrum ist Teil des Cancer Center Kempten Allgäu (CCKA) – dem einzigen zertifizierten Onkologischen Zentrum im Allgäu und einem von nur zwei im Regierungsbezirk Schwaben. Mit aktuell neun zertifizierten Organkrebszentren zählt das CCKA zu den größeren onkologischen Zentren in Deutschland und bildet damit einen wichtigen Eckpfeiler in der wohnortnahen Krebsversorgung im süddeutschen Raum.
„Diese Zertifizierungen sind ein bedeutender Meilenstein für unser Team und ein starkes Signal an unsere Patientinnen und Patienten“, sagt Prof. Dr. Stephan Tschirdewahn, Chefarzt der Klinik für Urologie am Klinikum Kempten. „Sie zeigen, dass wir höchste Qualitätsstandards in der Diagnostik, Therapie und Nachsorge urologischer Tumorerkrankungen erfüllen.“
Seit Prof. Dr. Tschirdewahn die Leitung der Urologie übernommen hat, konnte das Leistungsspektrum der Abteilung kontinuierlich erweitert werden. Besonders im Bereich des Prostatakarzinoms verzeichnet die Klinik deutliche Zuwächse: Die Zahl der Primärfälle konnte in den vergangenen Jahren um rund 40 Prozent gesteigert werden. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet die softwaregestützte, zielgenaue Biopsie bei Verdacht auf Prostatakrebs. Diese innovative Methode ermöglicht eine präzisere Diagnostik – mit beeindruckendem Erfolg: Bei 83 Prozent der Patienten konnte tatsächlich ein Tumor nachgewiesen werden. Zum Vergleich: Die Deutsche Krebsgesellschaft fordert für diesen Bereich lediglich eine Nachweisquote von 20 Prozent.
Neben den stark wachsenden Zahlen im Prostatakrebszentrum konnte Kempten nun auch das Nierenkrebszentrum erfolgreich zertifizieren. Die operative Behandlung erfolgt bei beiden Diagnosen, wo immer möglich, minimal-invasiv und robotergestützt mit dem da Vinci-System. Diese moderne Technologie ermöglicht höchste Präzision, geringeren Blutverlust, kleinere Schnitte und eine schnellere Erholung für die Patientinnen und Patienten.
„Die Zertifizierung als Uroonkologisches Zentrum ist nicht nur ein Qualitätsnachweis, sondern auch ein Versprechen an unsere Patientinnen und Patienten, ihnen wohnortnah onkologische Spitzenmedizin anzubieten“, betont Prof. Dr. Tschirdewahn. „Unser Ziel ist es, die Behandlung urologischer Krebserkrankungen im Allgäu auf höchstem medizinischem Niveau weiter auszubauen.“
Prof. Dr. Christian Langer, Chefarzt der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin sowie Leiter des CCKA, ergänzt: „Das Cancer Center Kempten Allgäu bündelt die gesamte onkologische Expertise unter einem Dach. Die Integration des neuen Uroonkologischen Zentrums stärkt unsere interdisziplinäre Zusammenarbeit und erweitert unser Behandlungsspektrum erheblich. Damit bieten wir Patientinnen und Patienten im Allgäu eine wohnortnahe Krebsmedizin, die höchsten nationalen Qualitätsstandards entspricht.“
Mit der neuen DKG-Zertifizierung gehört das Klinikum Kempten zu den wenigen Krankenhäusern in Bayern, die sowohl ein Prostatakrebs- als auch ein Nierenkrebszentrum unter einem Dach vereinen.

