Schilddrüsenchirurgie im Klinikverbund Allgäu

So groß wie eine Walnuss und geformt wie ein Schmetterling liegt die Schilddrüse unterhalb des Kehlkopfes im Halsbereich. Die Schilddrüse ist ein kleines Organ, hat aber eine immense Wirkung im Körper. Sie produziert Schilddrüsenhormone, die ganz entscheidend unseren Körper beeinflussen und unerlässlich für Wachstum, Entwicklung und Stoffwechselfunktionen sind.

Schilddrüsenveränderungen sind weit verbreitet und lassen sich bei einem Drittel aller Erwachsenen über 40 Jahren nachweisen. Oft ist ein Jodmangel die Ursache. Zum Glück sind die meisten Schilddrüsenveränderungen harmlos und eine Überwachung oder medikamentöse Therapie ist ausreichend. In einigen Fällen aber sollte operiert werden. Dann ist es sehr wichtig, sich auf einen erfahrenen Operateur und ein eingespieltes Team verlassen zu können.

Wann muss operiert werden?
Bei bösartigen Erkrankungen oder bereits bei dem Verdacht (kalter Knoten, rasches Wachstum, familiäre Belastung), ist fast immer eine Operation notwendig. Gutartige Veränderungen (Struma, Kropf) werden dann operiert, wenn es durch das Wachstum zu Verdrängungserscheinungen mit Luftnot, Schluckstörungen oder Druckgefühl kommt. Erkrankungen der Schilddrüse mit einer Überfunktion (heiße Knoten, disseminierte Autonomie) oder Autoimmunerkrankungen (M. Basedow) können bei starkem Größenwachstum, bei erfolgloser konservativer Therapie (medikamentös, Radiojodtherapie), raschem Wiederauftreten oder wenn z.B. eine Radiojodtherapie nicht gewünscht wird, operiert werden.

Schilddrüsenoperationen

Ultraschall
Um das Operationsausmaß genau festzulegen, führen unsere operierenden Fachärzte vor der Operation bei jedem Patienten erneut eine Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse durch. Dabei wird nochmals die genaue Lage der Schilddrüsenveränderungen überprüft.

Minimalinvasive Eingriffe
Eine besonders schonende Operationstechnik ist die sogenannte MIVAT-Technik. Diese minimalinvasive Operation wird mit einem besonders kleinen Schnitt (maximal 2,5 cm) am Hals durchgeführt. Die MIVAT-Technik eignet sich für Schilddrüsen, die nicht stark vergrößert sind und bei denen die Knoten nicht größer als 3 cm sind. Wir bieten dieses Verfahren allen geeigneten Patienten an.

Ihre Sicherheit
Alle Schilddrüseneingriffe werden im Klinikverbund Allgäu unter Einhaltung hoher Sicherheitsstandards entsprechend den aktuellen Leitlinien durchgeführt. Sie werden bei uns nur von langjährig in der Schilddrüsenchirurgie erfahrenen Fachärzten operiert und von einem kompetenten Team ganzheitlich versorgt. Ein Neuromonitoring-System misst und überwacht während der Operation die Funktion der Stimmbandnerven. Das Neuromonitoring wird bei allen Schilddrüsenoperationen eingesetzt und unterstützt die Operateure bei der Identifizierung und dem Schutz der Stimmbandnerven. Mit einer Vergrößerung um das 2,5- 3fache gewährleistet die Lupenbrille die größtmögliche Sicherheit bei der Darstellung der feinen Strukturen im Operationsgebiet. Dazu trägt auch die optimale Ausleuchtung des Operationsfeldes mit der Stirnlampe bei. Noch während der Narkose kann das entnommene Gewebe untersucht werden. Liegt ein bösartiger Befund vor, kann die Operation entsprechend erweitert werden (z.B. Entfernung der Lymphknoten). Oft kann so unseren Patienten eine zweite Operation erspart werden.

Der Klinikverbund Allgäu behandelt Schilddrüsenerkrankungen schwerpunktmäßig im Schilddrüsenzentrum Allgäu an der Klinik Mindelheim sowie in den Kliniken Immenstadt, Kempten und Ottobeuren.

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